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Handlungsempfehlung bei Plugin Updates

Vorwort

Nicht jeder Shopbetreiber wird durch eine Agentur, kompetent betreut und steht dem einen oder anderen Update Vorgang mit großem Respekt gegenüber. In diesem FAQ Beitrag möchten wir eine Handlungsempfehlung festhalten, an der Sie sich bei einem Update führen lassen können.

Diese Handlungsempfehlung veröffentlichen wir ohne Gewähr und rechtlichen Anspruch auf Richtigkeit.

Wir gehen davon aus, dass Sie zunächst einen problemfreien Betrieb mit einer gültigen Shopware Instanz und kompatiblen Versionen vorliegen haben. Diese Handlungsempfehlung wird nicht dem Anspruch eines stark frequentierten und möglicherweise auch "Loadbalanced" Shops gerecht.

Vorleistung

Als Shopbetreiber tragen Sie für den Betrieb und die ausgeführten Arbeiten im Shop zunächst selbst die Verantwortung. Da es unvorhersehbar ist wie der Shop mit einer neuen Plugin-Version reagiert sollten Sie zunächst den aktuellen IST Zustand sichern.

  • Wählen Sie für ein Update ein geeigneten Zeitpunkt aus um Ihre Besucher nicht mit dem Update Vorgang zu irritieren.
  • Lesen Sie aufmerksam die "Änderungen" der Plugin Version, die bei jedem Release angegeben werden. Haben Sie den Verdacht, dass eine Änderung Auswirkungen auf bestimmte Funktionen haben könnte - kontaktieren Sie vorab unseren Support und klären die offenen Fragen.
  • Setzen Sie den Shop in den Wartungsmodus um weitere Besucherhandlungen zu unterbinden.
  • Fertigen Sie über Ihren Hoster nun ein Backup des Gesamtsystems (Files & Datenbank) an.

Der Shop sollte nun "still gelegt" sein und eine Sicherung liegt für den Notfall bereit. Bedenken Sie, dass Sie ab dem Wartungsmodus auch keinen Umsatz mehr generieren können. Zeit - ist nun Geld.

Update Vorgang

Im Regelfall wird das Update eines Plugins im Plugin Manager des Backends angezeigt. Bevor Sie nun das eigentliche Update durchführen, empfehlen wir die Aktivierung des DEBUG Modus, damit Sie im Fall eines gravierenden Fehlers auch direkt ein Logfile erzeugen, das mehr als nur den Fehler selbst notiert.

Im Amazon Pay Plugin finden Sie diese Option in dieser Anleitung:
"AMAZON PAY DEBUG MODUS AKTIVEREN"

Sie können nun das Update wie üblich durch klicken auf den "Update Button" (blauer Kreis mit offener Spitze) starten. Das Plugin wird nun heruntergeladen, entpackt und in das Plugin Verzeichnis hineinkopiert. Anschließend wird aus dem Plugin die Update Routine aufgerufen und durchgeführt. Sobald das Update durchgeführt wurde, wird der Shopware Cache invalidiert und damit gelöscht sowie neu erstellt und das Theme für die Shops neu generiert.

Prüfung des Updates

Das Plugin sollte nun einmal einen Test durchlaufen. Dafür setzen Sie in den Optionen des Plugins den Sandbox Modus auf "JA". Führen Sie nun erneut ein "Cache löschen" und "Theme kompilieren" aus. Da der DEBUG Modus noch aktiv ist, finden Sie im Amazon Logfile einträge, dass die JavaScript Codes für das Kompilieren entsprechend berücksichtigt wurden. Nun wird der bekannte Amazon Sandbox Button im Frontend integriert. (Zu erkennen an einem roten "S").

Wechseln Sie nun in das Frontend. Tätigen Sie einen "normalen" Testkauf und bezahlen mit Amazon Pay. Damit Sie mit Ihrer eMail Adresse einen Testkauf durchführen können, muss die verwendete eMail im Amazon Seller Central als "Testkonto" angemeldet sein. Informationen dazu erhalten Sie bei uns im Support oder der Amazon Seller Hotline. Nur mit einem Testkonto kann nun der Sandbox Testkauf durchgeführt werden. Sie erkennen einen Sandbox Kauf daran, dass die TransactionID mit "S02-" beginnt (in Europa). Für das Shopware System und ggfls. angeschlossene Warenwirtschaft oder ERP Systeme ist dieser Umstand nicht zu erkennen! Die Bestellung wird wie eine "richtige Bestellung" behandelt.

Ist der Testkauf gelungen und der Auftrag im Backend entsprechend verarbeitet worden, können Sie den Update Vorgang abschließen.

Abschluss des Update Vorgang

Sie haben erfolgreich einen oder mehrere Testkäufe durchgeführt und verschiedene Test-Szenarien für sich durchgeführt. Nun setzen Sie den Sandbox Modus wieder mit "NEIN" herab um wieder LIVE Transaktionen ausführen zu können. Sie Löschen wieder den Cache und lassen das Theme den neuen LIVE Button integrieren. Setzen Sie den Wartungsmodus wieder zurück.

Wir empfehlen den DEBUG Modus zumindest ein paar Stunden oder für einen Tag noch einmal auf "DEBUG" gesetzt zu lassen. Sollten Kunden nach dem Update mit "Fehlermeldungen" oder Verhaltensänderungen kommen, kann das Logfile hier sofort hinzugezogen werden. Da im DEBUG Modus jede Menge Daten erfasst werden sollte diese Einstellung nach eigenem Ermessen später wieder auf "ERROR" zurück gestuft werden.

Im Fehlerfall

Das DEBUG Logfile wird als Datei auf dem Server unter /var/logs/amazon_*DATUM*.log gespeichert. Sollte Ihr Backend nicht mehr erreichbar sein, können Sie minimal per FTP auf diese Datei zurückgreifen. Bei einem so erheblichen Fehlerbild, konsultieren Sie bitte auch die Core_ Plugin_ Log Datein, die Shopware selbst schreibt. Ein 500er Server Error wird im php_error.log festgehalten. Viele Hoster deaktivieren dieses wichtige Logfile aufgrund der "Datenflut" gerne. Lassen Sie dieses Logfile ggfls. aktivieren und erfassen dann den Fehler erneut. Ein Fehler muss für uns "nachvollziehbar" sein. Durch eine Handlung oder klare Fehlermeldung ist dies möglich.

Senden Sie alle Informationen zum Fehlverhalten bitte an support@bestit-online.de.
Hängen Sie die Logfiles und ggfls. Screenshot an und benennen Sie vor allem die Shopware Version sowie von welcher Plugin Version Sie vorher zu nachehr gewechselt haben.
Verwenden Sie in der Betreffzeile das Stichwort "Shop Down" wenn Ihr Shop komplett nicht mehr erreichbar ist und Umsatz damit gar nicht mehr möglich ist. Wir nehmen Sie dadurch schneller wahr - sichern hiermit jedoch keine Lösungszeiten zu.

Das "große" Setup

Der Betrieb eines Online Shops kann verschiedene Ausprägungen haben und über entsprechend kleine oder großes Budgets verfügen. Damit ergeben sich auch Möglichkeit die IT Landschaft des Shop mit z.B. DEV- und STAGING Umgebungen einzurichten. Sofern Sie über diese Umgebungen verfügen, sollte hier die gleiche Testprozeduren vorab durchgeführt werden. Insbesondere das Zusammenspiel mit anderen Plugins und Customized Parts kommen hier zum tragen.

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